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The Beth Edges (AT)

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Ebensee, Oberösterreich ist definitiv nicht Dallas, Texas.

Statt sengender Wüstenhitze, endloser Prärie und zwielichtigen Westernstädten gibt es hier eher gemütliche Dörfchen inmitten beschaulicher, oberösterreichischer Berg-­ und Seenidylle. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war Ebensee genau der perfekte Ort, an dem sich The Beth Edges, abgeschnitten von großstädtischer Zivilisation und Hektik, wochenlang in die völlige Abgeschiedenheit begaben, um irgendwo zwischen Hirschgeweihen und Gin Tonic ihr drittes, selbstbetiteltes Album aufzunehmen.

Man stelle sich also vier Lonesome Riders vor, die in typischer Outlaw­‐Manier, gottverlassen und allein auf einer Ranch in unwirtlicher Umgebung, ihr ganz eigenes Ding durchziehen, all die bequemen Gepflogenheiten hinter sich lassen und ohne Rücksicht auf Verluste ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Will heißen: The Beth Edges haben ihr neues Album in seiner Gesamtheit von der Finanzierung über eine erfolgreiche Crowdfunding-­Kampagne, über das Songwriting, die Aufnahmen im eigens dafür eingerichteten Studio, bis zur finalen Produktion – also von Anfang bis Ende alleine geplant, konzipiert und auf die Beine gestellt.

In jedem Moment hört man den elf Tracks des Albums daher ein neues und bewusstes Zusammengehörigkeitsgefühl der Band an - mehr The Beth Edges geht eigentlich gar nicht. Die logische Konsequenz daraus war schließlich auch die Entscheidung,den großen und einmaligen Schritt zu tun, das Album identitätsstiftend als das berühmte “self-­‐titled” zu veröffentlichen.

In Anlehnung an das Sujet des modernen, bleigeladenen und blutgetränkten Neo-­‐Westerns á la ‘Django Unchained’ legen The Beth Edges nun ihre ganz eigene Interpretation eines von Tarantino-­‐Soundtrack inspirierten Indie-­‐Rocks vor. Das klingt manchmal nach galoppierenden Pferden und schwingenden Saloontüren, dann aber auch eher nach kargen, weiten Präriesteppen.

Keine Frage, der Bruch zum letzten Album “Blank Coins, Round Dice” ist immens, obgleich dazwischen nur zwei Jahre liegen. Das verwundert aber nicht, wenn man weiss, dass diesmal zur musikalischen Inspiration Ennio Morricone auf den Plattenspieler geworfen wurde, statt sich nur die neuen LPs aktueller Indie­‐Größen anzuhören. Entstanden ist ein eindrucksvoller Western Soundtrack; aufwendig arrangiert, ohne jedoch den Popcharakter, für den The Beth Edges schon immer standen und stehen, gänzlich zu verlieren.

„The Beth Edges“, das klingt definitiv mehr nach Dallas, Texas, als nach Ebensee, Oberösterreich.

OFFICIAL WEBSITE:

http://www.thebethedges.com



 

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